Die moderne Technik der ICP-Massenspektrometrie ermöglicht eine weitgehend störungsfreie Bestimmung der zu untersuchenden Elemente. Es wird nach DIN 38 406 Teil 29 gearbeitet. Zur Qualitätssicherung werden umfangreiche allgemeine Prüfungen und Kontrollen der Laboreinrichtungen vorgenommen, sowie regelmäßig zertifiziertes Referenzmaterial (Haare) untersucht. Die Ermittlung der Konzentration erfolgt über Erstellung einer Bezugskurve mit Bezugslösungen bekannter Konzentration. Die erhaltenen Meßdaten werden in eine Datenbank übernommen und anhand unserer vorliegenden statistischen Daten die graphische Auswertung erstellt.
Wozu kann die Haarmineral-Analyse hilfreich sein?
Schwermetalle / Quecksilberbelastung:
Wird Quecksilber aus schadhaften Amalgamfüllungen gelöst oder durch Abrieb abgetragen, gelangt es über den Magen-Darm-Trakt aber auch über die Schleimhäute in den Organismus und wird dort im Gewebe eingelagert – auch im Haar. Quecksilber kann mit der beschriebenen Methode nachgewiesen werden. Liegt die Quecksilberbelastung (z. B. beim Entfernen von Amalgamfüllungen) länger zurück, so kann es dann nachgewiesen werden, wenn es in einer mobilen Form vorliegt und über den Blutkreislauf transportiert wird. Hauptsächlich wird anorganisches Quecksilber (wie es für Amalgame Verwendung findet) im Nierengewebe eingelagert und kann dort auch remobilisiert werden.
Auch die Belastung mit anderen Schwermetallen wie Blei oder Cadmium ist über die Haarmineralanalyse nachweisbar.
Spurenelementversorgung und Hauptmineralstoffe:
In diesem Bereich kann die Haarmineral-Analyse wertvolle Hinweise liefern. Magnesiummangel ist über die Haarmineral-Analyse zuverlässiger nachzuweisen, als über eine Blutuntersuchung. Dies hängt mit der Regulation der Elektrolyte im Blut zusammen: bei Mangel wird Magnesium aus Körperdepots mobilisiert (Knochen!) und die Magnesiumkonzentration im Blut konstant gehalten. In dieser Phase ist der Magnesiumgehalt im Haar bereits reduziert.
Zinkmangel:
Oftmals geht eine Anreicherung von Schwermetallen im Körper mit einem Zinkmangel einher. Zink ist – soweit bisher bekannt – an über 200 Enzymen beteiligt. Es aktiviert u. a. die Metallothionein-Synthese. Die Funktion dieses Proteins besteht in der Ablagerung, Speicherung und Ausscheidung von Schwermetallen. Anzeichen für einen Zinkmangel können Haarausfall, Ausschläge, verzögerte Wundheilung, verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung aber auch Depressionen, Hyperaktivität und Lernschwächen sein.
Die Haarmineral-Analyse als Hilfsmittel zur Interpretation des Herzinfarktrisikos: Eine Studie hat gezeigt, daß in den Haarproben der meisten Myokardinfarktpatienten ein verminderter Gehalt an Magnesium, Kupfer, Strontium und Barium gefunden wurde, sowie ein erhöhtes Calcium-/Magnesiumverhältnis vorlag. Selbstverständlich liefert die Haarmineralanalyse nur einen Hinweis auf ein Risiko. Es kann weder davon ausgegangen werden, daß ein günstiger Befund jegliches Risiko ausschließt, noch darf bei einem ungünstigen Befund eine unmittelbare Gefährdung angenommen werden. Vielmehr sollte ein ungünstiger Befund Anlaß geben zusätzliche Risiken wie hohen Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Bewegungsmangel, Streß und Rauchen möglichst zu minimieren und den Mineralstatus zu verbessern. Eine Anleitung zur Ermittlung des Herzinfarktrisikos liegt jeder Analyse bei.
Bei Bestellung bekommen Sie per E-Mail ein Antrags-Datenblatt als PDF Datei (zu öffnen mit dem Acrobat Reader), oder wahlweise per Post. Dieses Datenblatt füllen Sie aus und senden es zusammen mit Ihrer Haarprobe direkt an das Salus Labor. Die Analyse und Auswertung erhalten Sei dann direkt von SALUS. Wichtig für ein verlässliches Ergebnis der Haaranalyse: Bitte folgen Sie den Anweisungen auf Seite 2 des PDF-Formulars genau!
Weitere Infos und Bestellmöglichkeit:
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